Banken & Social Media: Viele offene Fragen

Immer mehr Unternehmen werden in den sozialen Medien aktiv. Zur Kundengewinnung, zur Kundenbindung, fürs Recruiting. Auch Banken. Doch besonders bei diesen ist die Angst groß, gegen Regeln zu verstoßen, oder den Kommunikationsprozess so kompliziert machen zu müssen, dass er keinen Sinn mehr macht. Input-blog fragte die Rechtsanwältin Dr. Petra Hansmersmann von der Hamburger Kanzlei Unverzagt von Have, Expertin für Recht der neuen Medien, Social Media- und Datenschutzrecht. Frau Dr. Hansmersmann, viele Banken fühlen sich bei Social Media-Aktivitäten auf unsicherem, rechtlich nicht klar abgesichertem Terrain. Ist das wirklich so? Bei der Nutzung von Social Media gibt es in der Tat Rechtsfragen, die bislang von den Gerichten noch nicht abschließend beantwortet sind. Dazu zählt u.a. die Frage, ob die Einbindung von sogenanntem „Embedded Content“, also z.B. von YouTube-Videos, eine

Social Media-Zielgruppen – Der Mythos von der ewigen Jugend

26 Millionen Menschen in Deutschland nutzen Facebook. Das ist ziemlich genau ein Drittel der Bevölkerung. Die können ja nicht alle jung sein. Dennoch hält sich hartnäckig die Vorstellung, dass Social Media nur etwas für junge Zielgruppen ist. Räumen wir mal mit ein paar Missverständnissen auf. Um 11 Uhr schickt Raffi (22) eine Nachricht über WhatsApp: „Hab verpennt, komme später.“ Mit Bild (er sieht verpennt aus). Um 13 Uhr kommt er dann auf dem Skateboard in die Agentur gerast, twittert noch schnell die wichtigsten Beobachtungen vom Weg zur Arbeit, begrüßt den Tag und die Kollegen via Facebook und fläzt sich hinter seinen Schreibtisch um schnell ein paar Kunden-Accounts zu aktualisieren. Im anschließenden Strategie-Meeting (15 Minuten zu spät und mit angebissenem Burger in der Hand) erklärt der

Corporate Superheroes statt Maulkorb für Mitarbeiter

Der Sinn und Zweck von Richtlinien zur Nutzung sozialer Medien in Unternehmen sollte heute unstrittig sein. Zwar richten sich die Guidelines in erster Linie an die Kollegen, die bereits auf sozialen Plattformen kommunizieren, aber: im Zweifelsfall setzt man zu viel Medienkompetenz voraus. Es gibt aber auch einige Beispiele von Unternehmen, die gut vormachen, wie man Regeln aufstellt, ohne mit dem gehobenen Zeigefinger zu belehren.