Zehn Tipps zur Verbesserung Ihrer internen Kommunikationskanäle

Zehn Tipps zur Verbesserung Ihrer internen Kommunikationskanäle

Gut informierte Mitarbeiter kennen die Unternehmensziele und wissen, welchen Beitrag sie leisten können. Sie identifizieren sich mit dem Unternehmen und fühlen sich als Teil des Ganzen – sind in der Regel engagiert. Eine wichtige Rolle spielen hier die Führungskräfte. Doch auch die interne Kommunikation bildet einen wichtigen Baustein, um das Wissen über und die Motivation für die Firma zu stärken. Eine Verbesserung der internen Kanäle hat somit auch Einfluss auf den Unternehmenserfolg.

Nur 15 Prozent der Arbeitnehmer sind bereit, sich freiwillig für die Ziele ihrer Firma einzusetzen, 70 Prozent leisten Dienst nach Vorschrift, so die aktuellen Ergebnisse der Gallup-Studie. Unternehmen, die es schaffen, Mitarbeiter zu ihren Fans zu machen, brauchen keine Angst vor Kosten für Ausschreibungen, Auswahlverfahren und Einarbeitung oder sogar Know-how Verlust und Kundenabwanderung zu haben. „„Emotional hoch gebundene Mitarbeiter zeichnen sich durch eine Reihe von Verhaltensweisen aus, die die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen unterstützen“, erklärt Marco Nink, Senior Practice Consultant bei Gallup.
Die Qualität der Führung und die Unternehmenskultur seien entscheidend, um die guten Leute an Bord zu halten, so der Personalexperte. Wer sich als Teil eines größeren Ganzen fühlt, weiß, was von ihm oder ihr erwartet wird, kann die eigenen Talente besser einsetzen. Wichtig ist auch das Gefühl, in Entscheidungen eingebunden zu werden und so einen wichtigen Beitrag zu leisten.
Interne Medien spiegeln die Unternehmenskultur
Hier kommen die Medien der internen Unternehmenskommunikation ins Spiel, in denen Unternehmen die großen und kleinen Themen spielen können: Als Artikelserie in der Mitarbeiterzeitschrift, als Change Projekt in der Führungskräftekommunikation oder als Mitarbeiter-App, die über technische Innovationen informiert. Natürlich fungieren die Medien der Mitarbeiterkommunikation auch als Spiegel der Unternehmenskultur: Bekommen alle Mitarbeiter weltweit die identischen Informationen? Haben alle Zugang zu den Kommunikationskanälen, oder: Wer entscheidet über die Themen? Dies alles sind Fragen, die zur Identifikation und somit zum Engagement der Mitarbeiter beitragen.
Was können Unternehmen tun, um ihre internen Kommunikationskanäle zu verbessern? Christoph Elbern, Geschäftsführer bei Insignio Corporate Publishing, empfiehlt Unternehmen: „Es ist nicht notwendig, alle internen Kanäle gleichmäßig zu bespielen, um intern erfolgreich zu kommunizieren. Vor dem Einsatz sollten sich die Verantwortlichen ein möglichst breit gefächertes Bild über die Zielgruppen sowie über die Formen, Einsatzgebiete und Schwerpunkte interner Medien machen. Ein gutes Konzept ist die Voraussetzung für den Erfolg!“
Nachfolgend zehn Tipps, die Unternehmen in ihrer internen Kommunikation berücksichtigen sollten:
1.    Sichere Prozesse: Stellen Sie sicher, dass alle wichtigen Informationen gleichzeitig bei der gewünschten Zielgruppe ankommen. Bei der Mitarbeiterzeitschrift: Schicken Sie das Druck-pdf zu einem bestimmten Termin an die Vertriebsniederlassungen und legen Sie einen Termin zur Veröffentlichung fest. Bei Online-Formaten: Achten Sie darauf, dass die Infos zeitgleich bei den Mitarbeitern erscheinen.
2.    Guter Themenmix: Achten Sie in jeder Ausgabe auf einen Mix aus strategisch wichtigen Themen und eher emotionalen Beiträgen, wie persönliche Statements, Stories über Menschen, Ideen und besonderes Engagement.
3.    Lesegewohnheiten schaffen: Bieten Sie Ihren Lesern Wiedererkennbarkeit über feste Rubriken und eine gute Heftdramaturgie. Professionalität wirkt an dieser Stelle Wunder, denn schließlich muss sich das Format durchsetzen gegen das Lieblingsmagazin.
4.    Storytelling: Erzählen Sie die Geschichten spannend und mitreißend: eher journalistisch als werbend, eher lebendig als technisch, eher überraschend als chronologisch.
5.    Feedback einholen: Bieten Sie Möglichkeiten zur Interaktion: Zeigen Sie den Mitarbeitern, bei welchen Themen und in welcher Form sie einen Beitrag leisten können. Online-Formate wie das SocialMag bieten vielfältige Möglichkeiten: Abstimmungen, Liken und Teilen sind technisch einfach umsetzbar.
6.    Die Mischung macht’s: Präsentieren Sie Vielfalt! Sowohl in den Themen als auch in der Darstellungsform. Und achten Sie darauf, möglichst viele Menschen aus unterschiedlichen Hierarchieebenen und Unternehmenssparten zu Wort kommen zu lassen.
7.    Kritik bereichert: Nichts wirkt unehrlicher als ein Hochglanz-Magazin, das keinen Unterschied zu den Werbeprospekten des Unternehmens aufweist. Dienstleister der Wahl sind hier übrigens eher Corporate Publishing-Verlage als Werbeagenturen.
8.    Auf Nutzwertiges achten: Kleine Tipps, Service-Informationen und Links zum Weiterlesen werden dankbar angenommen. Besonders in großen Unternehmen mit vielen Standorten bietet es sich an, zu jedem Thema den entsprechenden Ansprechpartner mit Bild und Kontaktdaten zu nennen.
9.    Bilder sprechen für sich: Egal ob Print- oder Web-Magazin: Bieten Sie ein bildstarkes Design! Bilder erzeugen Emotionen und bleiben stärker in Erinnerung als Wortwüsten.
10.    Zielgruppe bedenken: Ein noch so schöner Intranet-Newsletter nutzt Ihnen nichts, wenn mehr als 60 Prozent der Mitarbeiter keine Möglichkeit haben, das Online-Format zu lesen. Und fragen Sie Ihre Zielgruppe regelmäßig nach Ihrer Meinung. Es muss nicht immer eine ausgeklügelte Leserumfrage sein, auch z. B. jährliche Stichproben haben eine hohe Aussagekraft.

8 Gedanken zu “Zehn Tipps zur Verbesserung Ihrer internen Kommunikationskanäle

    1. Vielen Dank für den Kommentar! Dass Kommunikation doch nicht ganz so einfach ist, beschreibt Voltaire wie folgt: „Alles was du sagst, sollte wahr sein. Aber nicht alles was wahr ist, solltest du auch sagen.“

  1. Mitarbeiter führen, bedeutet zwangsläufig, auf die Mitarbeiter und das Team Einfluss zu nehmen. Das Unternehmen, die Abteilung und jeder einzelne, soll seine Ziele erreichen oder besser noch übertreffen. Oft muss allerdings bei falschen Entwicklungen gegen gesteuert werden. Das Mittel der Wahl ist Kommunikation.

    1. Hallo Herr Seiffert, vielen Dank für Ihren Hinweis zur Aktualisierung. Auch die aktuelle Statistik zeigt, dass der Anteil engagierter Mitarbeiter steigt – aber eben auch der Anteil derjenigen, die sich nicht eingebunden fühlen.

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